Führungskräfte

Führungskräfte

Der Begriff „Führungskraft“ hat arbeitsrechtlich keine fest umrissene Bedeutung und er wird in der Praxis für mehrere verschiedene Mitarbeitergruppen gebraucht, die sich rechtlich deutlich unterscheiden.

Die erste Gruppe sind die Geschäftsführer und Vorstände. Sie sind keine Arbeitnehmer, sondern Organe der jeweiligen Gesellschaft und für sie gelten die Schutzvorschriften für Arbeitnehmer nicht.

Die zweite Gruppe sind die leitenden Angestellten. Diese Arbeitnehmer stellen auch im Arbeitrecht eine besondere Gruppe mit besonderen Regelungen dar. Allerdings tut sich sogar der Gesetzgeber selbst mit der Definition des „leitenden Angestellten“ recht schwer. Griffig zusammengefasst könnte man sagen, dass derjenige ein leitender Angestellter ist, der mit seiner Entscheidungskompetenz dem Unternehmen ernsthaft schaden könnte.

Die leitenden Angestellten haben einerseits das Pech, dass der Arbeitgeber Ihnen leichter kündigen kann, als anderen Arbeitnehmern und sie haben andererseits das vermeintliche Glück, dass das Arbeitsgericht bei Ihnen nach einer sozialwidrigen Kündigung eine Abfindung festsetzen kann. Dieses Glück ist aber trügerisch, denn die von den Arbeitsgerichten festgesetzten Abfindungen sind oft eher enttäuschend. Es empfiehlt sich deswegen, die Verhandlungen über eine Abfindung selbst zu führen oder sie jemandem zu überlassen, der sich damit auskennt – z.B. uns.

Die dritte Gruppe sind Arbeitnehmer mit einer Vorgesetztenfunktion für eine Gruppe von Mitarbeitern, die aber auf die Führung des Unternehmens insgesamt keinen wesentlichen Einfluss haben. Diese Führungskräfte sind arbeitsrechtlich ganz „normale“ Arbeitnehmer und für sie gelten die üblichen arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften.