Probezeit

Probezeit

Die Probezeit im Arbeitsvertrag

Immer Probezeit?

Eine Probezeit muss ausdrücklich im Arbeitsvertrag vereinbart sein oder im Tarifvertrag stehen. Sonst gibt es keine Probezeit.

Was bedeutet Probezeit?

Steht im Arbeitsvertrag etwas von einer Probezeit, so hat dies zur Folge, dass der Arbeitsvertrag mit der kürzestmöglichen Frist von beiden Seiten gekündigt werden kann. Dann gilt also nicht die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder letzten eines Monats, sondern eine Frist von zwei Wochen zu jedem Tag. Eine solche Probezeit kann längstens für sechs Monate vereinbart werden.

Manche Tarifverträge sehen sogar noch kürzere Kündigungsfristen in der Probezeit vor. Es gibt Fristen von einem Tag auf den Anderen oder sogar zum Ende der nächsten Schicht. Dies ist in aller Regel nur durch einen Tarifvertrag zulässig.
Kündigungsschutz und Probezeit

Kündigungsschutz in der Probezeit?

Der Begriff „Probezeit“ wird oft verwechselt mit der sechs Monate langen Wartezeit für den gesetzlichen Kündigungsschutz. Vor Ablauf dieser sogenannten Wartezeit muss der Arbeitgeber eine Kündigung grundsätzlich nicht rechtfertigen.

Meistens laufen die Probezeit und die Wartezeit gleichzeitig und sind auch gleich lang. Deswegen gibt es in der Probezeit keinen Kündigungsschutz.

Aber auch in kürzeren Arbeitsverhältnissen kann die Kündigung unwirksam sein. Der Arbeitgeber kann formale Fehler bei der Kündigung machen, die auch zur Unwirksamkeit führen. Das muss im Einzelfall geprüft werden.

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